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Die Residenzen – Bad Dürkheim

Bad Dürkheim
Seit 1554 war Dürkheim (seit 1904 Bad Dürkheim) im Besitz der Grafen von Leiningen. Graf Carl Friedrich Wilhelm zu Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (1724–1807) residierte hier in dem 1720/25 errichteten Schloss. Er war ebenso wie sein Sohn, Erbprinz Emich Carl (1763, reg. 1807–1814), ein großer Liebhaber der Musik und des Theaters. Seit spätestens 1781 unterhielt der Graf in Dürkheim eine eigene kleine Hofkapelle unter der Leitung von Georg Wilhelm Kleinpell. Zur selben Zeit richtete man auch ein Naturtheater bei dem Jagdschloss Jägerthal und ein Gesellschaftstheater im Dürkheimer Reithaus ein, das 1784 nach dem Vorbild des Mannheimer Nationaltheaters ausgebaut wurde. Wiederholt kamen hier Werke August Wilhelm Ifflands (1759–1814) zur Aufführung, der auch als Regisseur in Dürkheim zu Gast war. Neben Schauspielen standen Opern auf dem Spielplan. Während der Koalitionskriege musste die gräfliche Familie aus Dürkheim fliehen, Schloss und Theater wurden Anfang 1794 zerstört.

 

Für den erlittenen Verlust wurde der Fürst 1803 mit den aufgehobenen kirchlichen Besitztümern im Mainzischen, im Würzburgischen und in der alten Rheinpfalz entschädigt.  Zur neuen Residenz erwählte man Amorbach. Hierher wurde nun die gerettete Bibliothek und das Archiv mitsamt eines Teils der Dürkheimer Musikalien verbracht. Trotz der Mediatisierung (1806) bestand auch in Amorbach eine kleine Hofkapelle. Fürst Emich Carl ließ in einer alten Klosterscheuer sogar wieder ein Theater einrichten. Mit dem Tode des Fürsten im Jahre 1814 endete jedoch die höfische Musik- und Theaterpflege in Amorbach.