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Die Residenzen – Wertheim/Kleinheubach

Wertheim/Kleinheubach

Fürst Dominik Marquard (1690–1735) von Löwenstein-Wertheim-Rochefort, der katholischen Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim, erwarb 1721 den Flecken Kleinheubach und ließ in den folgenden Jahren hier ein repräsentatives Residenzschloss errichten. Gleichzeitg begann er auch eine Hofkapelle aufzubauen, die jedoch aus Kostengründen bereits nach wenigen Jahren weitgehend aufgelöst wurde. Sein Sohn, Fürst Carl Thomas (1714–1789), unternahm nach seinem Regierungsantritt erneut den Versuch, eine Hofmusik einzurichten. Als Kapellmeister wirkten die aus Böhmen stammenden Johann Georg Ernst Cajetan Lösel (1699–1750) und Ignaz Klausek (vor 1720–nach 1760). Doch auch  Carl Thomas zwang die desolate finanzielle Situation des Hofes bald zum Abbau der meisten Stellen. Für musikalische Aufführungen griff man in der Folge auf örtliche Musike zurück. Nach Klauseks Weggang im Jahre 1746 kam die Hofmusik weitgehend zum erliegen. In der zweiten Jahrhunderthälfte lassen sich nur noch einige fest angestelte Hornisten nachweisen. 1806 wurde das Haus Löwenstein-Wertheim mediatisiert.