Zweibrücken
Zweibrücken war die Residenz der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. Herzog Christian IV. (1722, reg. 1735/1740 –1775) unterhielt eine kleine Hofkapelle. Er hielt sich jedoch nicht ständig in dem 1720–25 errichteten Zweibrücker Stadtschloss auf. Häufig war der Herzog in Mannheim zu Gast, da er, nächster in der Erbfolge, als Nachfolger des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz galt. Der Herzog unterhielt auch ein eigenes Stadtpalais in Paris, wohin er immer wieder Musiker, vor allem aus der Mannheimer Hofkapelle, zu mehrwöchigen Aufenthalten einlud.
Nach seinem überraschenden Tod trat sein Neffe Carl III. August Christian (1746, reg. 1775–1795) die Herrschaft an. Er errichtete das nach ihm benannte Schloss Karlsberg (bei Homburg), zu dem auch ein Theater gehörte. 1793 musste der Herzog vor den französischen Truppen fliehen, das Schloss wurde niedergebrannt.
